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Posts Tagged ‘Waxman’

Waxman-Gallerie

1930
Einbrecher
Kabinett des Dr. Larifari, Das

1948
No Minor Vices
Whiplash
Sorry, Wrong Number
Southern Yankee, A

1931
Mann, der seinen Mörder sucht, Der
Lied vom Leben, Das

1949
Rope Of Sand
Alias Nick Beal
Night Unto Night
Task Force
Johnny Holiday
Night Unto Night
Stratton Story, The
Dark World, A
Quantrell’s Raiders

1932
Paprika
Scampolo, ein Kind der Straße
Mädel vom Montparnasse, Das
Un peu d’amour
Erste Recht des Kindes, Das

1950
Sunset Boulevard
Night And The City
Dark City
Furies, The

1933
Gruß und Kuß – Veronika
First Offence, The
Paprika
Ich und die Kaiserin

1951
Decision Before Dawn
Place In The Sun, A
Red Mountain
He Ran All the Way
Anne Of The Indies
Only The Valiant
Blue Veil, The
Watch The Birdie

1934
Liliom
Only Girl, The
Mauvaise graine
Crise est finie, La

1952
Lure Of The Wilderness
My Cousin Rachel
Phone Call from a Stranger
You For Me
Love Is Better Than Ever

1935
Bride Of Frankensein, The
Remember Last Night?
Magnificent Obsession
Diamond Jim
Affair Of Susan, The
His Night Out
Three Kids And A Queen
East Of Java
Great Impersonation, The

1953
I, the Jury
Man On A Tightrope
Lion Is In The Streets, A
Botany Bay
Come Back, Little Sheba
Stalag 17
Blueprint For Murder
 

1936
Sutter’s Gold
Invisible Ray, The
Fury
Absolute Quiet
Love On The Run
His Brother’s Wife
Next Time We Love
Love Before Breakfast
Don’t Get Personal
Trouble For Two
Dangerous Waters
Devil-Doll, The

1954
Silver Chalice, The
This Is My Love
Rear Window
Demetrius And The Gladiators
Elephant Walk
Prince Valiant
Night In The City
 

1937
Bride Wore Red, The
Emperor’s Candlesticks, The
Personal Property
Captains Courageous
Judge Hardy’s Children
Wings Over Honolulu

1955
Untamed
Mister Roberts
Indian Fighter, The
Virgin Queen, The
Hell’s Island
Miracle In The Rain

1938
Arsène Lupin Returns
Young In Heart, The
Test Pilot
Christmas Carol, A
Too Hot To Handle
Three Comrades
Shining Hour, The
Port Of Seven Seas
Dramatic School
Man-Proof

1956
Crime In The Streets
Back From Eternity
 

1939
Lady Of The Tropics
Bridal Suite
Henry Goes Arizona
Fast And Loose
On Borrowed Time
Adventures of Huckleberry Finn, The
Honolulu
Lucky Night

1957
Love In The Afternoon
Twentieth Century, The
Sayonara
Peyton Place
Spirit Of St. Louis, The

1940
Escape
Strange Cargo
Boom Town
Philadelphia Story, The
Florian
Sporting Blood
Rebecca
I Love You Again
Flight Command
Edison, The Man
One Come Home
You Can’t Cheat An Honest Man

1958
Home Before Dark
Run Silent Run Deep
 

1941
Feminine Touch, The
Design For Scandal
Unfinished Business
Dr. Jekyll And Mr. Hyde
Kathleen
Suspicion
Honky Tonk
Bad Man, The
Flight Command
Philadelphia Story, The
Rio Rita
Badman

1959
Count Your Blessings
Twilight Zone, The
Beloved Infidel
Career
Nun’s Story, The
 

1942
Journey For Margaret
Reunion In France
Woman Of The Year
Her Cardboard Lover
Tortilla Flat
Seven Sweethearts
Three Hearts For Julie
Whistling Dixie

1960
Full Circle
Sunrise At Campobello
Cimarron
Story Of Ruth, The
 

1943
Destination Tokyo
Madame Curie
Edge Of Darkness
Air Force
Old Acquaintance
Kim
To Have And Have Not

1961
Return to Peyton Place
King of the Roaring 20’s – The Story of Arnold Rothstein
Big Bankroll, The
PT 109
 

1944
Mr. Skeffington
In Our Time
Very Thought Of You, The
Janie
Falcon In Mexico

1962
Taras Bulba
My Geisha
Hemingway’s Adventures Of A Young Man
Merrill’s Marauders

1945
Horn Blows at Midnight, The
Objective, Burma!
Hotel Berlin
Pride Of The Marines
God Is My Co-Pilot
Confidential Agent
Paris
Brighton Strangler, The

1963
Fugitive, The
Arrest And Trial
Kraft Suspense Theatre
 

1946
Her Kind Of Man
Mighty McGurk, The

1964
Peyton Place (TV)

1947
Paradine Case, The
Possessed
Two Mrs. Carrolls, The
Cry Wolf
Nora Prentiss
Unsuspected, The
Dark Passage
That Hagen Girl
Humoresque
Bride Goes Wild, The
 

1966
Lost Command

1967
Longest Hundred Miles, The

1968
To Die In Paris

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Franz Waxman

Von Wachsmann zu Waxman

Kochendes Wasser geriet auf seine Netzhaut, als er im Alter von drei Jahren versuchte, einen Ofen zu erklimmen – er warf dabei einen aufgesetzten Topf um. Sein ganzes Leben lang musste er wegen dieser Augenverbrühung starke Brillengläser tragen.

Als er 28 Jahre alt war, wurde er in Berlin auf offener Straße von Faschisten verprügelt.

Zwei traumatische Stationen im Leben eines bedeutenden Komponisten: Franz Wachsmann, der sich später in Amerika Franz Waxman nennen sollte. Die Namensänderung und die darauf folgende Annahme der amerikanischen Staatsbürgerschaft (1939) fiel ihm nicht schwer: Während sein Bruder Max im Ersten Weltkrieg für Deutschland fiel wurde ein anderer Bruder, Fritz, während des Zweiten Weltkrieges in einem Konzentrationslager ermordet.

Wachsmann wurde am Heiligen Abend des Jahres 1906 in Königshütte, Oberschlesien, geboren. Außer Fritz und Max hatte er vier weitere Geschwister. Drei Brüder und eine Schwester – Frieda, die noch lange Zeit in Los Angeles lebte. Mit 12 Jahren begann Franz sich für klassische und populäre Musik zu interessieren. Das Klavierspiel gehörte zu seinen Hobbys. Doch Vater Otto Wachsmann wollte von Musik nichts wissen. Franz musste einen Job am Schalter einer Bank annehmen; nach einem halben Jahr hatte er genug davon. Er widersetzte sich seinem Vater und ging an die Musikakademie in Dresden. Anschließend wechselte er zum Berliner Konservatorium über, wo er Komposition und Dirigieren studierte. Das Geld dazu musste er sich als Klavierspieler in Bars und Cafés verdienen. Friedrich Hollaender war damals Hauskomponist der bekannten Jazzformation „Weintraub Syncopaters“. Hollaender wurde auf Wachsmann aufmerksam und sorgte dafür, dass dieser bei der UFA als Orchestrator und Dirigent eingestellt wurde.

Seine erste eigene Filmmusik schrieb Wachsmann 1933 für den Fritz Lang-Film „Liliom“ – ein choraler Score. Im gleichen Jahr heiratete er Alice P. Schachmann, die er während eines Dänemark-Urlaubs kennengelernt hatte. Inzwischen griff in Deutschland das Nazitum um sich. Für Wachsmann wurde es Zeit, das Land zu verlassen. Er siedelte nach Paris.

Obwohl damals noch nicht abzusehen war,  dass Deutschland Frankreich besetzen würde, verließ Wachsmann bereits 1935 die Grande Nation. Durch den ehemaligen UFA-Mann Erich Pommer gelang es ihm schnell, in den USA Fuß zu fassen. Zunächst bearbeitete er dort das Kern/Hammerstein-Werk „Music In The Air“ für den Film.

Wachsmann fühlte sich alsbald wie ein Amerikaner. Er strebte die Staatsbürgerschaft an, bekam sie 1939, und nannte sich fortan Waxman. Von James Whale bekam Waxman angeboten, die Musik zu „The Bride Of Frankenstein“ zu schreiben. Er nahm den Auftrag an. Die Universal war begeistert: sie engagierte Waxman als Musikdirektor. Seine Aufgabe war es, die Filmproduktion musikalisch zu überwachen. Selbst schrieb Waxman dabei ein Dutzend Scores. Sein Erfolg zahlte sich auch finanziell aus.  1939 konnte er seine Schwester und seine Eltern nach Los Angeles holen. Ein Jahr später wurde sein einziges Kind, sein Sohn John, geboren.

Doch der Job als Musikdirektor lag Franz Waxman nicht. Er wollte lieber selber schreiben und nicht die Arbeit anderer kontrollieren. So wechselte er zu MGM – gleich mit einem 7-Jahresvertrag – und schrieb jährlich ungefähr 8 Filmmusiken. Auch wurde er für andere Filmstudios freigestellt, so 1941 für Alfred Hitchcocks „Suspicion“. Nach seiner MGM-Zeit wechselte er zu Warner Bros., bei denen u. a. die renommierten Komponisten Max Steiner und Erich Wolfgang Korngold unter Vertrag waren. Bereits zahlreiche Filmmusiken hinter sich gründete Waxman 1947 das „Los Angeles Music Festival“, das er aus eigener Tasche finanziell unterstützte. Bei diesem Festival zeigte Waxman seine Liebe zur Klassik.

Für Billy Wilders „Sunset Boulevard“ (1950) erhielt er seinen ersten Oscar. Im Jahre 1951 erhielt er einen weiteren Academy Award für George Stevens „A Place In The Sun“. In dieser Zeit fuhr Waxman jährlich nach Europa, um dort als Gastdirigent aufzutreten. In Amsterdam führte er eine Suite aus „A Place In The Sun“ auf.  Als 1954 Alfred Newmans „The Robe“ nicht für die Sparte „Bester Score“ nominiert wurde, trat Waxman empört aus der Academy aus. Er verehrte diesen Score und vertonte 1955 die Filmfortsetzung von „The Robe“: „Demetrius And The Gladiators“. Seine Musik zu „The Silver Chalice“ wurde 1954 für den Oscar nominiert. Gewählt wurde aber schließlich Dimitri Tiomkins „The High And The Mighty“.

1957 verstarb Waxmans Frau Alice. Ein Jahr später heiratete er die Pianistin Leela Saenger-Sethe – eine Ehe, die 1965 mit Scheidung endete. Für „The Nun’s Story“ wurde Waxman zum elften Mal für den Oscar nominiert. Diesmal überließ er den Preis gerne an Miklos Rozsa, der ihn für „Ben Hur“ verliehen bekam. „The Lost Command“ (1966) war die letzte Kinomusik von Waxman, für das Fernsehen folgte noch „The Last Hundred Miles“. Waxman machte sich viele theoretische Vorstellungen über Filmmusik – er sah sie eindeutig als selbständige Kunstform. Die Verbindung und die Wechselwirkung von Film und Musik beschäftigten ihn sehr: „Die Inspiration der Musik ergibt sich aus der dynamischen Kraft der Geschichte. Werner Jansen tat dies bei „The General At Dawn“ – er vermied chinesische Musik und Instrumentation, um die Stimmung des Dramas nicht zu beeinträchtigen.“ – „Ein doppelter Höhepunkt ist kein guter Höhepunkt. Manchmal erreichen Musik und Film gemeinsam einen Höhepunkt. Aber wenn der Schauspieler mit seinem Dialog einen großen Moment erreicht, würde die Musik alles überschwemmen.“

Am 24. Februar 1967 erlag Franz Waxman einem Krebsleiden.

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