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Posts Tagged ‘Feetwarmers’

Klaus Doldinger wurde am 12 Mai 1936 in Berlin geboren. Er wuchs in Wien auf und ging später in Düsseldorf zur Schule, wo er sich schon früh für Musik, speziell Jazz, interessierte. 1947 nahm er Klavierunterricht und 1952 schloss er sich einer Band an, in der er Klarinette und Klavier spielte. Mit dieser Band, den Feetwarmers, gab er viele Konzerte und gewann er eine Anzahl von Preisen. 1960 bekam er einen ersten Kompositionsauftrag für einen Zeichentrickfilm, wozu ihn seine Frau, die er ebenfalls 1960 geheiratet hatte, „regelrecht überreden“ musste.

1962 gründete er das Klaus Doldinger-Quartett, und 1963 erschien seine erste Langspielplatte: „Doldinger – Jazz made in Germany.“ Die Platte wurde in 20 Ländern veröffentlicht, auch in den USA – für deutsche Verhältnisse damals eine Sensation. 1964 dann startete er eine große Auslandstournee: Skandinavien, Italien, Afrika, die damalige Tschechoslowakei und Mittlerer Osten. Er übernahm die Leitung des Gershwin-Musicals „Girl Crazy“. Die Presse schrieb: „Dass die Musik an diesem Abend nie weich, nie gefühlig, nie aufgeschwemmt wirkt, ist dem famosen Akkompagnement  durch das Klaus-Doldinger-Quartett zu verdanken. Dadurch erhält die Aufführung ihren Swing.“ In der gleichen Zeit trat er auch im legendären Hamburger Star Club auf.

1971 zeigte die ARD jenes Konzert, in dem das Klaus-Doldinger-Quartett gemeinsam mit dem Münchener Jugend-Sinfonie-Orchester das Concerto für Jazz-Band und Sinfonieorchester, komponiert von Doldinger daselbst, aufführte. Außerdem wurde in diesem Jahr die Gruppe Passport gegründet.

Klaus Doldinger ist Jazzer, Filmmusiker, Musikproduzent, Arrangeur und nicht zuletzt förderte er zahlreiche junge Talente. Er hat Hunderte Musiken für Kino und Fernsehen geschrieben. Und das, obwohl ihm manch ein Jazzmusiker Verrat an der guten Sache vorwarf und von kommerziellen Abwegen lamentierte. Doldingers berühmteste Filmmusik ist zweifellos „Das Boot“, aber auch die Trailermusik zur Krimi-Dauerserie „Tatort“ ist nahezu jedem Fernsehzuschauer im deutschsprachigen Raum geläufig.

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