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Archive for the ‘Zitate’ Category

Zitat – Franz Waxman

Franz Waxman 2

„Es ist eine traurige Angelegenheit, dass in der westlichen Welt die populäre Musik und das Feld der leichteren Musik gegenüber der sogenannten seriösen Schule einen ganz anderen Weg gegangen sind. Noch vor einem Jahrhundert war dies ganz anders: Es gab einen geschlossenen Kontakt zwischen der Volksmusik und Symphonikern wie Haydn und Mozart, mit ihren Menuetten und Gavotten. Songwriter und ‚seriöse Komponisten‘ gehen heutzutage jeder ihren eigenen Weg – auch berichtet keiner dem anderen. Wir brauchen Leute, die das erkennen und die Musik wieder zu ihrem Ausgangspunkt zurückbringen. Wir brauchen Kritiker, die erkennen können, dass Musik sowohl von sehr hohem künstlerischen Niveau sein kann und doch Millionen erfreut, und dass Musik nicht unbedingt gut ist, wenn sie nur von wenigen verstanden wird.“

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Filmmusik-Hits

Jerry Goldsmith: „Viele von uns Komponisten sind außer sich darüber, wenn wir von Produzenten die Auflage bekommen, einen Hit schreiben zu müssen: Es ist eine richtige Qual, weil sie vergessen, wofür wir wirklich zuständig sind. Es hat nichts mehr zu tun mit der Dramaturgie des Films, dies ist unser größter Ärger. Es ist eine der Krankheiten des Geschäfts. Wir können nicht viel dagegen machen.“

John Williams: „Es ist eine Praxis, die ich selbst in wenigen Fällen anwendet habe. Diese Praxis kann oft elend, ekelhaft und furchtbar sein. Aber es finanziert in gewissen Maße auch die Filmmusikindustrie… und davon leben wir schließlich alle.“

Alex North: „Der Produzent ist interessiert an einem Song, sei es über Ratten oder sonst was, der ein Hit wird. Der Song braucht überhaupt nichts mit dem Film zu tun haben, er ist einfach da, und er ermöglicht dem Produzenten, den Film zu fördern und mehr Geld anzuhäufen und in diesem Sinne für den Film zu werben.“

Frank Duval: „Mein ‚Todesengel‘ wäre nie so ein Erfolg geworden, wäre er nur hörbar eingesetzt worden. Der Erfolg kam dadurch, dass man auch im Film von der Platte sprach: Das ist ein psychisches Moment für den Zuschauer: wenn ihm einsuggeriert wird, diese Platte kann er kaufen. Wann wird das sonst schon gesagt? Bis auf wenige Besessene glauben die meisten, sie können die Platte nicht kaufen. Man kann die tollste Musik schreiben, wenn sie im Film nicht richtig verkauft wird, dann bringt das überhaupt nichts.“

Bernard Herrmann: „Die Produzenten bekommen keine ‚Hits‘ oder ‚gängige Kompositionen‘, sie bekommen eine Menge Müll. Und dieser Müll ist es nicht Wert in einer ernsthaften Diskussion über Filmmusik erwähnt zu werden. Denn wenn wir über Bücher diskutieren, dann reden wir ja auch nicht über Comics — oder?“

Elmer Bernstein: „Das Lustige dabei ist, dass es eine lang anhaltende Sache ist, und ich mich in irgendeiner Art und Weise — dabei aber nur teilweise und zufällig — verantwortlich dafür fühle. Es begann wohl mit Tiomkins ‚High Noon‘, und dann kam ich ein paar Jahre später mit ‚The Man With The Golden Arm‘. Tatsächlich verstanden die Leute danach, dass man mit Filmmusik kommerzielle Erfolge erzielen kann.“

John Barry: „Bei den Bond—Filmen ist der Titelsong obligatorisch. Ich texte ihn immer aus dramaturgischem Material zusammen. Dadurch wird er Bestandteil des gesamten musikalischen Themas. Wenn ich bei Filmen, die keines Titelsongs bedürfen, aufgefordert werde einen solchen zu schreiben, so ist das natürlich unglückselig.“

Eugen Thomass: „Bisher bin ich dieser Versuchung ausgewichen. Natürlich träumt jeder Filmkomponist von einer Filmmusik, die einerseits zu dem Film passt, anspruchsvoll, modern, nie da gewesen ist, andererseits aber auch von jedem nachgepfiffen und gekauft wird.“

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