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Archive for the ‘Redaktionelles’ Category

Limelight-Celine

Was ist eigentlich aus Richard Kummerfeldt geworden, jenem Platten- und CD-Produzenten, der die Filmmusiken eines Rolf Wilhelm in Deutschland populär machte, der mit „Limelight“ und „Celine“ die ersten (fast) reinen Soundtrack-Label in Deutschland gründete, der anschließend mit der CD-Produktion „Tsunami“ eine Besonderheit im (damaligen) deutschen Urheberrecht geschickt ausnutzte? Tot? In Rente? Keine Ahnung. Hier gibt es ein betagtes Interview mit Kummerfeldt, auf einer toten Homepage, die nächstes Jahr ihr zehnjähriges Jubiläum der „Nicht-mehr-Aktualisierung“ feiern wird (falls AOL sie bis dahin nicht abschaltet).

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Zeitungsbericht

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Musical

Das Musical ist in Bezug zur Filmmusik eigentlich ein Nebenschauplatz, wenn auch einer, der sich in direkter Nachbarschaft befindet: schließlich sollen die Songs eines Musicals nicht nur gefallen, sondern haben nicht selten eine dramaturgische, die Spielhandlung voranbringende Aufgabe – und ebendies ist auch der Zweck einer jeden Filmmusik.

Im Film-Musical gehen Musical-Anteile und die Filmmusik häufig eine Symbiose ein: für beide werden die gleichen Melodien verwendet, Score und Songs gehen fließend ineinander über. Beispielhaft seien hierzu die Musiken Alan Menkens zu „Pocahontas“ und „Der Glöckner von Notre Dame“ genannt.

Im Musical erfüllt sich mitunter der Wunsch eines jeden für den Film arbeitenden Komponisten: einerseits eine dramaturgisch richtige Musik zu schreiben, die andererseits auch von den Menschen nachgesungen, im Musikgeschäft als CD erstanden oder im Internet kostenpflichtig gedownloadet wird.

Dann gibt es noch das Musical, das nur auf der Bühne stattfindet: dieses folgt eigenen Gesetzmäßigkeiten – aber eben nur zum Teil. Dramatische Musik, sei sie für das Hörspiel, das Theater, für den Film geschrieben, ist grundsätzlich miteinander verwandt. Die Grenzen verschwimmen, und es ist allemal interessant, über den Tellerrand zu schauen. Von Genre zu Genre.

Diese Ausführungen deshalb, weil sich in unserem Blog eine Rubrik „Musical“ hinzugesellt hat. Zunächst geht es um den „Der Zauberer von Camelot“, der jüngst im Friedrichstadtpalast in der deutschen Hauptstadt mit großem Erfolg aufgeführt wurde, was nicht zuletzt am bewundernswerten Einsatz der großen und (besonders vielen) kleinen Darsteller lag. Ein Ereignis, das mit Filmmusik eigentlich nichts zu tun hat, das aber – wie gesagt – unser Thema tangiert und eines Berichtes durchaus wert ist.

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Robert Usaczyk

Klaus P. Hanusa, den Hörern des Deutschlandradios besser bekannt als Robert Usaczyk, hat sich offenbar bereits vor Monaten still und leise in den Ruhestand begeben. Solange liegt es zurück, dass er zusammen mit Birgit Kahle, seiner Ehefrau, zuletzt die Sendung „Soundstage – Filmmusik“ moderierte. Eine Nachfrage per Mail, ob Klaus P. Hanusa beim Deutschlandradio ausgeschieden ist, blieb unbeantwortet.

Über Hanusas Vita ist nicht allzu viel an die Öffentlichkeit gedrungen, und wenn man der Internetrecherche Glauben schenken darf, dann besuchte er von 1951 bis 1957 eine Grundschule in Berlin-Schöneberg (was stimmen mag, denn in Schöneberg bewohnte er lange Zeit mit seiner Mutter eine Altbauwohnung) – er müsste also um 1945 herum geboren sein. Nach der der fortführenden Schule und weiterer Ausbildung ist er anscheinend zur Filmbranche gelangt, wo er für die 1971 entstandene Produktion „Kommissar X jagt die roten Tiger“ die zweite Kamera bedienen durfte.

Unstrittig ist, dass er lange Zeit für den RIAS-Berlin („Rundfunk im amerikanischen Sektor“, längst vom Deutschlandradio assimiliert) arbeitete, wo er in den 80er-Jahren das Filmmusik-Magazin „Spätvorstellung“ gestaltete, das über eine oberflächliche Berichterstattung und dem reinen Abspielen von Soundtracks nicht hinauskam, das aber in einer Zeit, in der es zum Thema Filmmusik nur wenige Informationen gab, nicht zu unterschätzen war. Überhaupt zeigte sich Hanusa als rühriger Filmmusik-Fan: Er überzeugte den RIAS davon, „Lange Nächte der Filmmusik“ zu veranstalten, in denen Specials zu bestimmten Sujets und Komponisten gesendet und vor allem Hörerwünsche erfüllt wurden. Auf sein Betreiben hin gab es in Berlin auch mehrere „Filmharmonische Konzerte“, die stets vor ausverkauften Häusern stattfanden. Das Jugendorchester des RIAS-Berlin spielte damals unter dem Dirigenten Mark Fitz-Gerald.

Birgit Kahle, Hanusas ehemalige Mitarbeiterin beim RIAS und spätere Ehefrau, gab – ebenfalls in den 80ern – die Zeitschrift „Filmharmonische Blätter“ heraus.

Hanusa tat sich als Produzent von Filmmusik-CDs hervor, sowie als Autor verschiedener Schriften zum Thema. Zuletzt fiel er unangenehm durch Gästebucheinträge auf, in denen er sich in übertriebener Art und Weise über eine Kampagne gegen Videopiraterie echauffierte; offenbar war ihm, mittlerweile in die Jahre gekommen, nicht geläufig, wie sich solche Trailer mithilfe der DVD-Fernbedienung überspringen lassen.

Auch wenn Hanusa keine herausragende Bedeutung im Bereich der Filmmusik erreichen konnte, so wäre die Szene ohne sein Wirken doch um einiges ärmer gewesen. Sofern ist ihm ein angenehmer Ruhestand zu wünschen.

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