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Georges Delerue – Silkwood

Silkwood

„Silkwood“ kann man wohl als Delerues amerikanischen Einstieg bezeichnen, da er danach in Los Angeles residierte. So kehrte er also 1983, 20 Jahre nachdem er die beiden Protagonisten in Melvilles „Millionen eines Gehetzten“ mit einer Mundharmonika auf ihrer Reise durch die USA begleitete, zu Americana (bzw. seiner Interpretation davon) zurück, wenn er seine - wie immer profilierten -Streicher mit Banjo (zeitweise auch rhythmisch dem Country-Stil verhaftet) verknüpfte. Für Abwechslung sorgten die immer traurig-schönen Largo-Stimmungen und Meryl Streeps Darbietung des Country-Songs „Amazing Grace“, der von Delerue im End Title in einem typisch-amerikanischen Lullaby paraphrasiert wurde. Für Delerue-Kenner war „Silkwood“ ein Leckerbissen, und ist für Sammler nach wie vor eine hörens- und anschaffenswerte Veröffentlichung.

16. März 2008 Verfasst von filmmusik | Delerue, Kritiken | , , | Noch keine Kommentare

Georges Delerue – Les Morfalous

Les Morfalous

Kurz vor oder kurz nach „Silkwood“ fertigte Delerue in Frankreich die Musik zu diesem Belmondo-Film (deutscher Titel: „Die Glorreichen“) an, wobei es sich hörbar um ein Schnellprodukt gehandelt haben muss. Außer einem aufgepeppten, pathetischen pseudo-barocken Hauptthema und grobschlächtiger Spannungsmalerei, verrät nur „Pour Sophie“ etwas von der Fähigkeit des Komponisten, Zeitkolorit (hier Frankreich um 1940) und Melancholie heraufzubeschwören. Schade.

15. März 2008 Verfasst von filmmusik | Delerue, Kritiken | , , , | Noch keine Kommentare

Georges Delerue – Vivement Dimanche!

Vivement Demanche

Alle Großen begehen Selbstzerfleischung (siehe Morricone) – bei Delerue war es aber ganz besonders schlimm, wenn man hören musste, er lustlos seine Streicherteppiche und variationsreichen, gefühlsbetonten Harmonien zusammenschusterte und dem Zuhörer das auch noch in einer 30-Stück-Sammlung á 1 Minute zumutete.

10. März 2008 Verfasst von filmmusik | Delerue, Kritiken | , , | Noch keine Kommentare

Georges Delerue – L’ete Meurtrier

L’ete Meurtrier

Delerues „Mörderischer Sommer“ (so der deutsche Filmtitel) dürfte nur für wenige von Interesse gewesen sein, denn der Komponist bediente sich wieder einmal seiner altbewährten Spannungs-Strickmuster – dicke, düstere Streicherteppiche – und ließ nur wenig Neues einfließen. Einzig das Lied „Troi petites notes de musique“, das von Yves Montand schon fast zärtlich zu Gehör gebracht wurde, vermochte Aufmerksamkeit zu erregen und verriet die schwelgerische Ader des Komponisten, doch glaubt man ansonsten immer, das alles schon einmal wesentlich besser bei ihm gehört zu haben. Fazit: Routine.

28. Februar 2008 Verfasst von filmmusik | Delerue, Kritiken | , , | Noch keine Kommentare