Eine neue Rubrik: Musicals

Das Musical ist in Bezug zur Filmmusik eigentlich ein Nebenschauplatz, wenn auch einer, der sich in direkter Nachbarschaft befindet: schließlich sollen die Songs eines Musicals nicht nur gefallen, sondern haben nicht selten eine dramaturgische, die Spielhandlung voranbringende Aufgabe – und ebendies ist auch der Zweck einer jeden Filmmusik.
Im Film-Musical gehen Musical-Anteile und die Filmmusik häufig eine Symbiose ein: für beide werden die gleichen Melodien verwendet, Score und Songs gehen fließend ineinander über. Beispielhaft seien hierzu die Musiken Alan Menkens zu „Pocahontas“ und „Der Glöckner von Notre Dame“ genannt.
Im Musical erfüllt sich mitunter der Wunsch eines jeden für den Film arbeitenden Komponisten: einerseits eine dramaturgisch richtige Musik zu schreiben, die andererseits auch von den Menschen nachgesungen, im Musikgeschäft als CD erstanden oder im Internet kostenpflichtig gedownloadet wird.
Dann gibt es noch das Musical, das nur auf der Bühne stattfindet: dieses folgt eigenen Gesetzmäßigkeiten – aber eben nur zum Teil. Dramatische Musik, sei sie für das Hörspiel, das Theater, für den Film geschrieben, ist grundsätzlich miteinander verwandt. Die Grenzen verschwimmen, und es ist allemal interessant, über den Tellerrand zu schauen. Von Genre zu Genre.
Diese Ausführungen deshalb, weil sich in unserem Blog eine Rubrik „Musical“ hinzugesellt hat. Zunächst geht es um den „Der Zauberer von Camelot“, der jüngst im Friedrichstadtpalast in der deutschen Hauptstadt mit großem Erfolg aufgeführt wurde, was nicht zuletzt am bewundernswerten Einsatz der großen und (besonders vielen) kleinen Darsteller lag. Ein Ereignis, das mit Filmmusik eigentlich nichts zu tun hat, das aber – wie gesagt – unser Thema tangiert und eines Berichtes durchaus wert ist.
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